Schlagwort-Archiv: Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Kreditbearbeitungsgebühren – das unbemerkte Geschäftsmodell?

Dieser Beitrag ist in leicht geänderter und wesentlich gekürzter Fassung  am 13.01.2013 zuerst in der Druckausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschienen. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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Milliardenstreit um Bearbeitungsgebühren für Kredite

Nahezu unbeobachtet von der Öffentlichkeit spielt sich derzeit eine juristische Auseinandersetzung zwischen einigen Banken und tausender ihrer Privatkunden ab: in der Vergangenheit war es gängige Praxis, dass Banken für die Vergabe von Konsumentenkrediten eine Bearbeitungsgebühr erhoben. Diese wurde prozentual aus der Darlehenssumme berechnet, war regelmäßig zusätzlich aufzunehmen (der Darlehensbetrag erhöhte sich also entsprechend) und zu verzinsen.

Banken aus der Distanz (2)

Proletenkarre vor Bankentürmen
Frankfurt am Main, Blick von der Düsseldorfer Straße Richtung Friedrich-Ebert-Anlage

Distanz ist relativ. Eben noch am Landgericht Frankfurt einen guten Vergleich für meinen Mandanten mit einer Bank erzielt. Schon auf der Rückfahrt in die Kanzlei. Vorbei am Sitz eben dieses Geldinstituts. Anschließend habe habe ich das Foto heute auf dem Rückweg aus dem Auto heraus aufgenommen. Nicht gerade eine preisverdächtige Aufnahme, aber eine realistische Wiedergabe des Augenblicks. Was ist zu sehen? Im Rücken der Frankfurter Hauptbahnhof, im Blick links zuerst der neue Turm von PwC (Tower 185, Christoph Mäckler 2010). Dann die beiden Hochhäuser Kastor und Pollux; in ersterem residiert die Commerzbank: Dann der Messeturm von Helmut Jahn, in dem unter anderem Goldman Sachs beheimatet ist. Rechts von der Straße erkennt man den unteren Teil des DZ-Bank Gebäudes nach Plänen von Richard Heil, umgebaut von Christoph Mäckler 2007/2008. Hinten das Gebäude Westend Gate (Ehemals Plaza) , in dem unter anderem das Mariott Hotel untergebracht ist.

Wie ich Mandanten gewinne, indem ich sie wegschicke – oder: warum andere gerne besser sein dürfen!

Ich gebe es freimütig zu: Gelegentlich lehne ich Mandate ab!

Dies ist aber nur der erste Teil meiner Strategie, um die für mich „richtigen“ Mandanten zu bekommen. Es geht auch darum, andere potentielle Mandantinnen und Mandanten glücklich zu machen, obwohl ich ihren Fall nicht annehme. Denn, ich lehne kein Mandat ab, ohne gleichzeitig eine Empfehlung für einen anderen Kollegen oder eine andere Kollegin auszusprechen.

Bin ich wahnsinnig? Habe ich die Grundprinzipien der Betriebswirtschaft und das Einmaleins des Kundenservice nicht verstanden?

Nein, ich habe zwei Dinge verstanden:

  1. Es gibt Dinge, die können Kolleginnen und Kollegen viel besser als ich. Das erkenne ich gerne an.

Banken aus der Distanz

Skyline Frankfurt in ländlicher Umgebung
Blick auf die Skyline von Frankfurt, aufgenommen vom Meisterturm Hofheim

Manchmal ist es hilfreich, Abstand zu gewinnen. Das Foto entstand gestern Abend auf einem Speziergang durch den Hofheimer Stadtwald bis zum Meisterturm. So ganz nebenbei habe ich auch die Lösung für ein rechtliches Problem gefunden, das mich gerade als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in meiner Kanzlei beschäftigt.

Die Haftung bei Kapitalanlagen (Buchbesprechung)

Die Haftung bei Kapitalanlagen. Das Buch von Michael Zoller
Die Haftung bei Kapitalanlagen. Das Buch von Michael Zoller

Michael Zoller

Die Haftung bei  Kapitalanlagen

C.H.Beck Verlag 2012, 251 Seiten, € 59.-

 

Im Bereich der Haftung bei Kapitalanlagen ist die Rechtsprechung in Deutschland vornehmlich durch ein System von Präzedenzfällen geprägt. So die These des Autors Michael Zoller, die der Ausgangspunkt für die Entstehung des zu besprechenden Werkes gewesen ist.