10 Vorteile einer Mediation im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren

Oft werde ich gefragt, ob ein Mediationsverfahren  besser sei, als ein Gerichtsverfahren. Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Stattdessen hatte ich bereits hier Situationen vorgestellt, in denen ich im Allgemeinen eine Mediation für sinnvoll halte.

Der persönliche Wohlfühlfaktor kann für die Lösung Ihres Konflikts entscheidend sein

Abgesehen von den allgemeinen Voraussetzungen kommt es aber ganz entscheidend auf Ihren persönlichen Wohlfühlfaktor an! Konflikte verursachen nie ein gutes Gefühl. Aber bei ihrer Lösung sollte man durchaus auf das eigene Wohlbefinden achten.

Weshalb Sie nicht nicht darauf warten sollten, dass das Fremdbesitzverbot für Anwaltskanzleien fällt

In Deutschland besteht ein Fremdbesitzverbot an Anwaltskanzleien. Vereinfacht ausgedrückt, können nur Rechtsanwälte Rechtsanwaltskanzleien besitzen. Und zwar nur solche Rechtsanwälte, die auch in der Kanzlei tätig sind, die sie besitzen. Den Anwälten ist es also nicht möglich, fremde Kapitalgeber am Betrieb ihrer Kanzlei zu beteiligen. Hintergrund ist die Wahrung der anwaltlichen Unabhängigkeit. Weitere Grundlagen und Hintergründe zu diesem Fremdbesitzverbot kann man hier und hier nachlesen.

Die Zukunft der Anwaltschaft – jetzt auch bei der Rechtsanwaltskammer Celle angekommen!

Es war ungefähr 2010/2011 als ich mit dem Buch „the end of lawyers“ von Richard Susskind in Kontakt gekommen bin. Damals war ich noch in verantwortlicher Position für ein Anwaltsnetzwerk mit über 3000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten tätig. Deren Zukunft betraf mich also – neben meiner eigenen – schon als Teil meiner Aufgabenbeschreibung.

Seither lässt mich das Thema nicht mehr los und ich habe hierzu schon mehrere Vorträge gehalten. Seither wurde aber auch viel schlaues darüber geschrieben und diskutiert. Und selbst der nicht gerade als innovativ verschriene Deutsche Anwaltverein hat immerhin eine Studie „Die Zukunft der Anwaltschaft“ in Auftrag gegeben, die im Jahr 2013 veröffentlicht wurde.

Der Pabstblog ist jetzt auch bei jurablogs.com gelistet

gelistet_bei_jurablogsWas lange währt wird endlich gut. Seit heute ist dieser Blog auch im größten Jurablogportal des Landes gelistet. Eigentlich keine große Sache, sollte man denken. Dort gab es aber im letzten Jahr einen faktischen Aufnahmestopp aufgrund von Überlastung des Betreibers. Jetzt aber: großes Kompliment! Schicker relaunch der Seite, automatisierter Anmeldungs- und Eintragungsprozess, tolle Übersicht über die juristische Blogosphäre in Deutschland.

Suchbild: Hier versteckt sich eine Anwaltskanzlei

Macht da ein Sachverständiger Rechtsberatung? Oder Awaltsaquise?
Bietet da ein Sachverständigenbüro Rechtsberatung an? Oder eher Anwaltsaquise?

Post vom Pabst

Darf ich vorstellen: Die neuen Briefumschläge der Kanzlei

Briefumschlaege_Kanzlei_Pabst
Die neuen Briefumschläge der Kanzlei – passend zum Sofa

 

Die Vorgaben an den Grafiker: Das Logo soll sichtbar sein. Die Umschläge sollen auffällig sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Ziel ist es, dass der Empfänger bei der Entgegennahme seines täglichen Poststapels sofort den Umschlag sieht und weiß „Ah, Post vom Pabst“, bevor er irgendetwas lesen muss.  Die Aufmachung der Umschläge muss natürlich trotzdem seriös genug für eine Anwaltskanzlei bleiben.

Ich finde, die Umsetzung ist sehr gelungen.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in Darlehnsverträgen – es wird noch schlimmer für die Banken, Versicherer und Handelsvertreter!

Dass sich in vielen Immobilienkrediten der vergangenen Jahre fehlerhafte Widerrufsbelehrungen finden, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dies hat zur Folge, dass in vielen Darlehnsverträgen die Widerrufsfrist noch nicht zu laufen begonnen hat und die Kunden ihre Verträge noch wirksam widerrufen können. Für die betroffenen Banken bedeutet diese Rechtslage ein erhebliches wirtschaftliches Risiko. Das ist längst bekannt.

Symbolfoto Widerrufsbelehrung Kreditvertrag
Symbolfoto Widerrufsbelehrung Kreditvertrag

Drei weitere Aspekte sind jedoch bisher noch nicht in der breiten öffentlichen Diskussion zu finden: Die Problematik der fehlerhaften Widerrufsbelehrungen stellt sich auch

  • bei finanzierten Kapitalanlagen (z.B. Investitionen in geschlossene Fonds),
  • bei Konsumentenkrediten und bei Versicherungen, die im Zusammenhang mit solchen Geschäften vermittelt wurden,

Die Spannung ist raus – oder doch nicht? Das BGH Urteil zu unzulässigen Kreditbearbeitungsgebühren liegt jetzt mit Begründung vor

Ich will ja nicht behaupten, dass sich der Bundesgerichtshof meiner Argumentation angeschlossen hätte…

Das Urteil vom 13.05.2014, mit dem der BGH Kreditbearbeitungsgebühren für unwirksam erklärt hatte, liegt seit dem 03.07.2014 im Volltext vor.

Damit ist jetzt auch all denen geholfen, deren Banken in den letzten Wochen die Rückzahlung mit der fadenscheinigen Begründung verweigert hatten, „die Begründung des Urteils liegt uns noch nicht vor“.

Widerruf von Darlehnsverträgen – anwaltliche Beratung mit Hindernissen

Finanztest Widerruf Darlehn Kreditvertrag
Finanztest Ausgabe 07/2014 Millionen Baukredite fehlerhaft; Quelle: Stiftung Warentest

Ein Thema, das seit mehreren Monaten in Fachkreisen diskutiert wird, erscheint vermehrt in der allgemeinen Presse und hat spätestens mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest auch unsere Mandanten erreicht: Viele Widerrufsbelehrungen in Kreditverträgen der vergangenen zwölf Jahre sind fehlerhaft.  Damit steht den Kunden möglicherweise ein „ewiges Widerrufsrecht“ zu; der sogenannte Widerrufsjoker.

Zu Recht empfiehlt die Zeitschrift Finanztest, dass man seine Widerrufsbelehrung von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht überprüfen lassen solle.

Was ist problematisch bei Mandatsanfragen zur Widerrufsbelehrung?

Nichts los hier? Zwischenbilanz und Zukunft des Pabstblogs

Seit Frühsommer 2013 gibt es den Pabstblog. Nach noch nicht einmal einem Jahr ist es eigentlich zu früh für eine Zwischenbilanz. Und trotzdem ist das ein guter Zeitpunkt:

Denn seit fast drei Monaten ist mein Blog verwaist. Um ehrlich zu sein, kann ich überhaupt keine stichhaltige Begründung dafür liefern. Weder habe ich gezielt eine Offline-Zeit genommen, noch hatte ich eine Schreibblockade, noch haben mich meine anderweitigen beruflichen Tätigkeiten vom Schreiben abgehalten. Ich hatte auch keine wirkliche Blog-Sinnkrise (welch großes Wort), sondern eher eine gewisse Unlust, die ich mir nicht erklären kann. Aber ich habe währenddessen über meinen Blog sehr viel nachgedacht.