Kategorie-Archiv: Aus dem Leben

Der letzte Eindruck bleibt!

1und1 kuendigenIch habe heute versucht, meinem alten Internetanbieter zu kündigen. Dass die Möglichkeit zur Kündigung im internen Bereich nicht ganz leicht zu finden ist, ist ja bereits allgemein bekannt. Dass man dort aber gar keine wirksame Kündigung vornehmen kann, war mir neu. Drückt man dort auf „kündigen“, erhält man eine Mitteilung, dass die Kündigung vorgemerkt sei und man doch bitte mal anrufen soll. Angeblich aus Sicherheitsgründen, wobei es mir schleierhaft ist, wie jemand nicht autorisiertes eine Kündigung im internen Bereich auslösen könnte.
 
Und was dann passiert, bestätigt den Eindruck der gesamten Kundenbeziehung bzw. die Richtigkeit der Entscheidung: Telefonauswahlmenü, dreizehn (!) Minuten Warteschleife, dann die Frage, weshalb man denn kündigen wolle. Als ob es die etwas anginge. Und als ob so ein armer Callcentermitarbeiter Lust hätte, sich meinen Frust anzuhören.
 
Im kleinen BGB-Schein glaube ich mal gelernt zu haben, dass eine Kündigung eine einseitige Willenserklärung ist, die dem anderen Teil zugehen muss. Mehr nicht. Da steht nichts von Kündigungsvormerkung, Rückrufbitte oder Begründung der Entscheidung.
 
Nur am Rande sei bemerkt, dass ich mir vor einigen Jahren bereits Gedanken über den letzten Eindruck gemacht habe, den Mandanten von meiner Anwaltskanzlei haben. In der Regel ist die Übersendung der Kostenrechnung das letzte Schriftstück, das sie von mir bekommen. Auch nicht gerade schön. Wir haben deshalb eine nette Karte als Beileger entwickelt, die dem Mandanten hoffentlich ein Lächeln entlockt und ihn im Idealfall dazu bringt, die Kanzlei aktiv weiter zu empfehlen.

In eigener Sache: Schönere Besprechungen in der Kanzlei Pabst

Das Besprechungszimmer der Kanzlei wurde in den letzten Tagen neu gestaltet. Für Besprechungen mit dem Feelgoodfaktor! Farblich abgestimmt auf den Farbton der Kanzlei, auf neudeutsch in corporate architecture. Oder auch: Einfach schön und passend.

Um perfekt zu sein, fehlt noch ein wenig Grün und das Fensterbrett muss auch noch farblich angepasst werden. Aber, wer ist schon perfekt?

Hier finden Sie erste Impressionen.

Gefällt es Ihnen?

 

 

Sind Blogger ein Risiko für die Versicherung?

Es klingt unglaublich, was dem amerikanischen Investor und Blogger Bill Frezza passiert ist: Er rief seinen Versicherungsagenten an, um darüber zu reden, ob sein seit Jahren bestehender Versicherungsschutz noch aktuell ist. Er verfügte wohl über eine Art Hausrats- und Elementarschadensversicherung, erweitert mit einer sogenannten „Umbrella Police“ . Diese enthält auch Haftpflicht- und Rechtsschutzelemente, die am ehesten mit unserer Abwehrdeckung vergleichbar sind. So sind unter anderem die Abwehr von Verleumdung (slander) oder Ehrverletzung (libel) versichert.

Banken aus der Distanz (2)

Proletenkarre vor Bankentürmen
Frankfurt am Main, Blick von der Düsseldorfer Straße Richtung Friedrich-Ebert-Anlage

Distanz ist relativ. Eben noch am Landgericht Frankfurt einen guten Vergleich für meinen Mandanten mit einer Bank erzielt. Schon auf der Rückfahrt in die Kanzlei. Vorbei am Sitz eben dieses Geldinstituts. Anschließend habe habe ich das Foto heute auf dem Rückweg aus dem Auto heraus aufgenommen. Nicht gerade eine preisverdächtige Aufnahme, aber eine realistische Wiedergabe des Augenblicks. Was ist zu sehen? Im Rücken der Frankfurter Hauptbahnhof, im Blick links zuerst der neue Turm von PwC (Tower 185, Christoph Mäckler 2010). Dann die beiden Hochhäuser Kastor und Pollux; in ersterem residiert die Commerzbank: Dann der Messeturm von Helmut Jahn, in dem unter anderem Goldman Sachs beheimatet ist. Rechts von der Straße erkennt man den unteren Teil des DZ-Bank Gebäudes nach Plänen von Richard Heil, umgebaut von Christoph Mäckler 2007/2008. Hinten das Gebäude Westend Gate (Ehemals Plaza) , in dem unter anderem das Mariott Hotel untergebracht ist.

Mietmaul oder Selbstdarsteller?

Wieviel Authentizität dürfen Sie von einem Rechtsanwalt erwarten?

Papagei. Bild von Todd Ryborn
Papagei. Bild von Todd Ryborn

Schwieriger Untertitel? Er stammt nicht wirklich von mir, sondern ist Teil einer Blogparade.

Meine Auftraggeberinnen und Auftraggeber bezahlen mich für meine Dienstleistung. Dafür dürfen sie von mir professionelle Arbeit und ein seriöses Auftreten nach außen erwarten. Mein Honorar gäbe ihnen aber nicht das Recht, über mich zu bestimmen. Und wenn sie mir noch so viel zahlten, ich will mich nicht verbiegen (lassen), sondern authentisch bleiben. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet drei mir wichtige Aspekte der Authentizität und ist Teil der Blogparade „Authentizität und Erwartungen in der Dienstleistung – ein Balanceakt?“ von Ina Machold.

Der Pabst macht Urlaub

Kuh with a view - Bild von Falk Lademann
Kuh with a view – Bild von Falk Lademann

Kanzlei aufgeräumt (hüstel), Schreibtisch fast leer (alles eine Frage der Perspektive), Rucksack nahezu gepackt (ok, angefangen hab ich) und am Sonntag gehts los.

Diese Nachricht ist nicht für potentielle Einbrecher bestimmt, sondern soll erklären, dass und weshalb hier in den kommenden beiden Wochen keine neuen Beiträge zu erwarten sind. Kommentare werden auch erst anschließend freigeschaltet.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern weiterhin einen schönen Sommer und bedanke mich für das Interesse und Feedback!

Banken aus der Distanz

Skyline Frankfurt in ländlicher Umgebung
Blick auf die Skyline von Frankfurt, aufgenommen vom Meisterturm Hofheim

Manchmal ist es hilfreich, Abstand zu gewinnen. Das Foto entstand gestern Abend auf einem Speziergang durch den Hofheimer Stadtwald bis zum Meisterturm. So ganz nebenbei habe ich auch die Lösung für ein rechtliches Problem gefunden, das mich gerade als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in meiner Kanzlei beschäftigt.