Kategorie-Archiv: Anwaltsmarketing

Es gibt noch anständige Kollegen

Gestern hatte ich eine überraschende Anfrage des mir bis dahin unbekannten Kollegen Schnee-Gronauer  in meinem Posteingang:

 „Ich werde Ende der kommenden Woche im Rahmen der Herbsttagung der AG Kanzleimanagement einen Vortrag für Kollegen halten. Es geht dabei um Risikomanagement für Anwaltskanzleien. Um den Vortrag zu illustrieren, würde ich gerne das unter http://pabstblog.de/2013/07/haben-sie-schon-einen-notfallplan-fur-ihre-anwaltskanzlei/ veröffentlichte Foto verwenden (natürlich mit Quellenangabe).
Sind Sie damit einverstanden?“

 Natürlich bin ich einverstanden! Ist ja Werbung für mich.

Kanzlei Pabst in Hofheim jetzt mit TÜV-Siegel

Der TÜV-Rheinland hat das QM-System der Kanzlei Pabst zertifiziert.
Der TÜV-Rheinland hat das QM-System der Kanzlei Pabst zertifiziert.

Heute einmal eine Jubelmeldung in eigener Sache: Seit vergangener Woche habe ich es schriftlich mit Brief und Siegel vom TÜV-Rheinland: Das Qualitätsmanagement meiner Kanzlei ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001. Damit gehört die Kanzlei Pabst zu den wenigen Kanzleien in Deutschland, die ihre Büroorganisation von externen Auditoren nach internationalen Standards überprüfen lassen.

In einer Rechtsanwaltskanzlei laufen täglich wiederkehrende Tätigkeiten, sogenannte Prozesse, ab. Beispielsweise der Posteingang und dessen weitere Verarbeitung. Diese internen Abläufe haben wir standardisiert, um Ihnen eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, ohne dabei den individuellen Aspekt Ihres Falles zu vernachlässigen.

QR-Code als Brückentechnologie: Wenn Offline zu Online führt

Scannen Sie regelmäßig QR-Codes? Das sind diese kleinen schwarz-weißen, pixeligen Quadrate, die sich immer öfter auf Plakaten, in Zeitungsanzeigen und anderen Werbemitteln finden. Ich selbst nutze diese Codes bisher nicht und kenne auch kaum positive Anwendungsbeispiele. Trotzdem setze ich sie jetzt im Rahmen eines Experiments für meine Kanzlei ein. Über Twitter bin ich auf die Idee gestoßen, den QR-Code dazu zu nutzen, die eigene Facebook Seite in der Offlinewelt bekannt zu machen. Der Code wird dazu auf einem kleinen Aufkleber gedruckt, den man beispielsweise auf Briefumschläge der Kanzleipost oder auf die eigene Visitenkarte anbringen kann.

(Nur?) jeder fünfte Rechtsanwalt hat ein Xing-Profil – Diese Statistik kann erst der Anfang sein

xing

Der Kollege Ralf Zosel hat untersucht, wie viele Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ein Xing-Profil haben.  Nach seiner Berechnung besitzen im Bundesschnitt 18,5% der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ein Xing-Profil. Je nach Bundesland variieren die Zahlen zwischen 9,5% und 25,1%

Hier die Statistik

Statistik-Rechtsanwaelte-XING-ralfzosel.de_

Vielen Dank für diese Mühe!

[Wer sich für die Entstehung dieser Übersicht interessiert, sollte den vollständigen Artikel lesen. Ralf Zosel schildert, dass es gar nicht so einfach war, diese Daten zu bekommen. Das liegt zunächst an der begrenzten Suche von Xing (nur 300 Suchergebnisse pro Suche). Hinzukommt, dass die Anwaltskammern nicht nach Bundesland, sondern innerhalb der Länder teilweise noch nach Bezirken organisiert sind.]

Machs doch größer!

Lesen Sie hier, wie Sie in der Anwaltskanzlei mit geringem Aufwand eine „große“ Veränderung erreichen, die Ihre Auftraggeber Ihnen danken werden – sei es bewusst oder unbewusst.

Der Wow-Effekt an der Zapfsäule

Eine Tankstelle, an der ich mein Auto regelmäßig betanke, wurde kürzlich saniert. Was da genau gemacht wurde, weiß ich nicht, denn ich bin technischer Analphabet. Jedenfalls gab es anschließend auch neue Zapfsäulen. Das würde mich eigentlich nicht weiter interessieren (siehe oben). Aber eine Veränderung ist mir sofort ins Auge gesprungen: Das Display, auf dem die getankte Menge und der Preis angezeigt werden, ist doppelt so groß wie früher. Wow! Ich kann jetzt wirklich sehen, wie viel ich tanke und was mich der Spaß kostet. Und zwar auch dann, wenn ich auf der anderen Seite des Autos stehe! Kleine Ursache große Wirkung.

Mietmaul oder Selbstdarsteller?

Wieviel Authentizität dürfen Sie von einem Rechtsanwalt erwarten?

Papagei. Bild von Todd Ryborn
Papagei. Bild von Todd Ryborn

Schwieriger Untertitel? Er stammt nicht wirklich von mir, sondern ist Teil einer Blogparade.

Meine Auftraggeberinnen und Auftraggeber bezahlen mich für meine Dienstleistung. Dafür dürfen sie von mir professionelle Arbeit und ein seriöses Auftreten nach außen erwarten. Mein Honorar gäbe ihnen aber nicht das Recht, über mich zu bestimmen. Und wenn sie mir noch so viel zahlten, ich will mich nicht verbiegen (lassen), sondern authentisch bleiben. Der nachfolgende Beitrag beleuchtet drei mir wichtige Aspekte der Authentizität und ist Teil der Blogparade „Authentizität und Erwartungen in der Dienstleistung – ein Balanceakt?“ von Ina Machold.

Kanzleimanagement in der Praxis (Buchbesprechung)

Schieblon KanzleimanagementDie wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre innerhalb der Anwaltschaft – soweit „die Anwaltschaft“ als homogene Gruppe überhaupt existiert – gehören im Bewusstsein der juristischen Öffentlichkeit inzwischen mutmaßlich zum Allgemeingut. Wenige große Kanzleien, die in der Regel einen internationalen Hintergrund haben, erwirtschaften den größten Teil des zu verteilenden Honorarvolumens, wohingegen ca. 95% der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten in Kanzleien mit weniger als zehn Berufsträgern tätig sind und dort mit sinkenden Umsätzen und Erträgen zu kämpfen haben. Die wirtschaftlich erfolgreichen Großkanzleien beschäftigen einen oder mehrere Managing Partner, also Anwältinnen und Anwälte, die sich ausschließlich oder mit einem bestimmten Teil ihrer Arbeitszeit mit dem Kanzleimanagement befassen. Ist dies ein Grund ihres wirtschaftlichen Erfolgs? Wenn ja, ist dieser auf andere Kanzleien übertragbar?

Wie ich Mandanten gewinne, indem ich sie wegschicke – oder: warum andere gerne besser sein dürfen!

Ich gebe es freimütig zu: Gelegentlich lehne ich Mandate ab!

Dies ist aber nur der erste Teil meiner Strategie, um die für mich „richtigen“ Mandanten zu bekommen. Es geht auch darum, andere potentielle Mandantinnen und Mandanten glücklich zu machen, obwohl ich ihren Fall nicht annehme. Denn, ich lehne kein Mandat ab, ohne gleichzeitig eine Empfehlung für einen anderen Kollegen oder eine andere Kollegin auszusprechen.

Bin ich wahnsinnig? Habe ich die Grundprinzipien der Betriebswirtschaft und das Einmaleins des Kundenservice nicht verstanden?

Nein, ich habe zwei Dinge verstanden:

  1. Es gibt Dinge, die können Kolleginnen und Kollegen viel besser als ich. Das erkenne ich gerne an.

Haben Sie schon einen Notfallplan für Ihre Anwaltskanzlei?

Dieser Beitrag befasst sich mit den existenzbedrohenden Risiken einer Anwaltskanzlei und empfiehlt, sich rechtzeitig dagegen abzusichern. Er richtet sich nicht nur an größere Kanzleien, sondern insbesondere auch an Einzelanwältinnen und Einzelanwälte!

Katastrophen in der Anwaltskanzlei – leider eine wahre Geschichte

Spuren der Verwüstung nach Einbruch in die Anwaltskanzlei
Spuren der Verwüstung nach Einbruch in meine damalige Anwaltskanzlei in Frankfurt

Heute möchte ich Ihnen von einem sehr schwarzen Tag des Jahres 2009 in meiner damaligen Kanzlei berichten. An einem Wochenende wollte ich kurz die Post lesen. Als ich aus dem Aufzug stieg, bot sich mir ein schreckliches Bild: Die Drahtglastür war eingeschlagen, die verschlossenen Bürotüren (T 30 Sicherheitstüren!) aufgebrochen, die ganze Kanzlei verwüstet. Alle Laptops und alle Computer weg. Der Kopierer mutwillig umgeworfen. Alle Schubladen durchwühlt. Akten lagen auf dem Boden zwischen umgestürzten Pflanzenkübeln und umgeworfenen Mülleimern. Es herrschte ein unbeschreibliches Chaos! Wir waren Opfer eines Einbruchs geworden.

Lasst Blumen sprechen – oder: Wie ich den eigenen Maßstäben nicht genügte und trotzdem noch ein gutes Ergebnis erzielte

BlumenstraussIch mag es nicht, wenn andere Leute unpünktlich sind. Noch weniger mag ich es, selbst unpünktlich zu sein. Und was ich wirklich nicht leiden kann, sind Menschen, die einen Termin einfach vergessen!

Genau das ist mir aber in der vergangenen Woche selbst passiert. Peinlich peinlich: Ich hatte einen Verhandlungstermin am Landgericht. Mit dem Mandanten und seiner Gattin, die als Zeugin geladen war, hatte ich mich eine Viertelstunde vor dem Termin verabredet. Wir wollten den Ablauf des Gerichtsverfahrens nochmals durchsprechen, denn er war vor seinem ersten Gerichtsterminetwas nervös.