Kategorie-Archiv: Anwaltsmarketing

Juristische Blogs dienen vielleicht der anwaltlichen Selbstbefriedigung, aber jedenfalls nicht der Wissenschaft

So ungefähr könnte man den Leitsatz einer BGH-Entscheidung vom 20.06.2016 AnwZ (Brfg) 10/15 zusammenfassen.

Um was ging es? Wir Fachanwälte haben eine jährliche Fortbildungspflicht. Sie lag früher bei 10 Stunden pro Jahr und Fachgebiet, heute bei 15 Stunden. Nach der bis zum Jahr 2015 bestehenden Regelung der Fachanwaltsordnung (FAO) konnte diese Pflicht im Normalfall durch einen sogenannten Sitzschein, also als Zuhörer bei einem Seminar, nachgewiesen werden. Möglich war der Nachweis auch als Dozent für ein solches Fachseminar und daneben auch durch wissenschaftliche Publikation.

 

Warum ich YELP nicht ernstnehmen kann

Bereits an anderer Stelle ( Wem gehören die Internetbewertungen eines Unternehmens) hatte ich im Zusammenhang mit der Umstellung von Qype auf Yelp darüber berichtet, dass das Bewertungsportal Yelp Bewertungen mit Hilfe eines Algorithmus ausblendet. Dieses Phänomen wurde zunächst auf Anfangsschwierigkeiten der Übernahme zurückgeführt.

Inzwischen scheint es aber zum Standard zu gehören: Menschen, die sich erstmals bei Yelp anmelden, um eine Bewertung für ein Unternehmen abzugeben, schaffen es nicht, dass diese Bewertung als richtig anerkannt wird. Sie verschwindet nach einem Tag in die Rubrik „Beiträge, die momentan nicht empfohlen werden„.

Wo die Reise hingeht – Zur Zukunft der Anwaltschaft

Ich hatte hier ja schon mehrfach auf Richard Susskind hingewiesen, der sich mit der Zukunft der Anwaltschaft befasst. Wer bisher zu faul zum Lesen war, sollte sich diesen aktuellen „talk“ – im Sinne einer launigen Vorlesung – der Harvard Law School gönnen.  Zusammen mit seinem Sohn hat Susskind den Focus mittlerweile etwas erweitert auf „The future of the professions“. Großes Kino, viel Input und alles für umme!

Echt, so einen gibt es auch hier in Hofheim?

Anwaltswerbung ist ja so eine Sache. Wir können kaum Bedürfnisse schaffen, denn die Mandanten haben entweder einen Bedarf oder nicht. „Bankrechtswochen – jetzt alle Fälle 10% billiger“ würde uns also kein einziges neues Mandat bescheren.

Wichtiger ist es, im Kopf der Menschen platziert zu sein. Dann, wenn einmal Bedarf besteht, müssen die potentiellen Mandanten wissen, dass es mich gibt und dass ich der richtige Spezialist für die Lösung ihres Problems bin. Im Marketingsprech wird das als „awereness“ bezeichnet; es geht um den Bekanntheitsgrad und die Erinnerung an eine Werbung bzw. Marke als Maß für die Werbewirkung. Um das zu schaffen, muss man auch einmal ausßergewöhnmliche Wege gehen.

Die Zukunft der Anwaltschaft – jetzt auch bei der Rechtsanwaltskammer Celle angekommen!

Es war ungefähr 2010/2011 als ich mit dem Buch „the end of lawyers“ von Richard Susskind in Kontakt gekommen bin. Damals war ich noch in verantwortlicher Position für ein Anwaltsnetzwerk mit über 3000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten tätig. Deren Zukunft betraf mich also – neben meiner eigenen – schon als Teil meiner Aufgabenbeschreibung.

Seither lässt mich das Thema nicht mehr los und ich habe hierzu schon mehrere Vorträge gehalten. Seither wurde aber auch viel schlaues darüber geschrieben und diskutiert. Und selbst der nicht gerade als innovativ verschriene Deutsche Anwaltverein hat immerhin eine Studie „Die Zukunft der Anwaltschaft“ in Auftrag gegeben, die im Jahr 2013 veröffentlicht wurde.

Der Pabstblog ist jetzt auch bei jurablogs.com gelistet

gelistet_bei_jurablogsWas lange währt wird endlich gut. Seit heute ist dieser Blog auch im größten Jurablogportal des Landes gelistet. Eigentlich keine große Sache, sollte man denken. Dort gab es aber im letzten Jahr einen faktischen Aufnahmestopp aufgrund von Überlastung des Betreibers. Jetzt aber: großes Kompliment! Schicker relaunch der Seite, automatisierter Anmeldungs- und Eintragungsprozess, tolle Übersicht über die juristische Blogosphäre in Deutschland.

Post vom Pabst

Darf ich vorstellen: Die neuen Briefumschläge der Kanzlei

Briefumschlaege_Kanzlei_Pabst
Die neuen Briefumschläge der Kanzlei – passend zum Sofa

 

Die Vorgaben an den Grafiker: Das Logo soll sichtbar sein. Die Umschläge sollen auffällig sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Ziel ist es, dass der Empfänger bei der Entgegennahme seines täglichen Poststapels sofort den Umschlag sieht und weiß „Ah, Post vom Pabst“, bevor er irgendetwas lesen muss.  Die Aufmachung der Umschläge muss natürlich trotzdem seriös genug für eine Anwaltskanzlei bleiben.

Ich finde, die Umsetzung ist sehr gelungen.

Barcamp RheinMain 2013 (#bcrm13) – So etwas wie Kirchentag für Nerds

Stellen Sie sich eine Konferenz vor, zu der 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anreisen, für die es aber im Vorfeld kein Programm gibt. Eine Konferenz, bei der dann so viele der Anwesenden einen Vortrag halten möchten, dass hierfür am ersten Tag gar keine Zeit ist. Eine Konferenz, bei der vieles gleichzeitig in mehreren verschiedenen Räumen stattfindet und trotzdem irgendwie alles zusammen ist. Wenn Sie dieses Szenario in Erstaunen versetzt, waren Sie offensichtlich noch nie auf einem Barcamp.

Wem gehören die Internetbewertungen eines Unternehmens?

Achtung update März 2016:  Ergänzendes zu diesem Thema finden Sie hier unter dem Titel „Warum ich Yelp nicht mehr ernst nehmen kann“

 

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben das größte Hotel der Stadt. In einem Bewertungsportal finden sich über 90 meist positive Bewertungen zu ihrem Unternehmen. Eines Tages wird das Portal von einer anderen Firma übernommen und auf einmal finden sich dort nur noch 9 Einträge zu ihrem Betrieb. Dabei werden viele negative und wenige positive Bewertungen übernommen.