Zeitschrift Die Wirtschaftsmediation

So, nun liegt sie also vor mir zur Rezension, die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Die Wirtschaftsmediation. Glänzt schön, ist durchgängig vierfarbig gedruckt und nutzt ein Farbleitsystem, um die unterschiedlichen Rubriken auch layoutmäßig zu unterscheiden.

Die Wirtschaftsmediation Ausgabe 04/2014 15,95 €
Die Wirtschaftsmediation Ausgabe 04/2014 15,95 €

Die Wirtschaftsmediation bildet ein buntes Kaleidoskop vieler Themen und Ansätze, die unter diese Überschrift passen. Ich nehme deshalb an, dass zur Zielgruppe einerseits die Entscheiderinnen und Entscheider in der Wirtschaft, darüber hinaus aber auch bereits praktizierende Mediatorinnen und Mediatoren gehören. Sie alle erhalten einen aktuellen Überblick dessen, was derzeit im Bereich der Wirtschaftsmediation passiert. Hierbei reicht die Bandbreite der Beiträge von Projektberichten erfahrener Praktiker bis zu wissenschaftlichen Kurzbeiträgen von Professoren und ihren Studentinnen und Studenten. Ihnen allen gemeinsam ist eine hohe Qualität von Autoren und Lektorat. Schön gemacht sind auch die Hinweise zu weiterführender Literatur und die Zusatzinformationen über die Autorinnen und Autoren unter jedem Beitrag.

Das Titelthema der vorliegenden Ausgabe lautet „Konfliktkompetenzen“. Hiermit befasst sich in etwa ein Drittel der Beiträge. Darunter eine wissenschaftliche Begriffsklärung von Prof. Dr. John Erpenbeck, ein spannendes Gespräch über „Weisheit in Führung und Management“ mit Ursula M. Wagner und ein Beitrag von Dr. Katarzyna Schubert-Panecka zur Kompetenz, grenzüberschreitende Konflikte zu lösen .

Nicht alle der übrigen Artikel hätte ich unter dem Begriff Wirtschaftsmediation eingeordnet (z.B. Auszug der Kinder aus dem Elternhaus; Beschimpfungen eines Fußballclubs durch gegnerische Fans) aber auch diese Abhandlungen wecken das Interesse von Lesern, die sich für Konflikte interessieren.

Zusammenfassend handelt es sich um eine niveauvolle Wundertüte der Wirtschaftsmediation, die ihren Leserinnen und Lesern einen guten Überblick und auch einen Einblick in entlegene Teilgebiete vermittelt. Enthalten sind Anregungen für die eigene Tätigkeit des Praktikers, die man sich aber größtenteils selbst zusammensuchen muss. An dieser Stelle sehe ich noch Optimierungspotential. Der Artikel von Bernhard Böhm über die „richtige“ Frage bietet ein gelungenes Beispiel für alltagstaugliche Anleitungen, die ich mir – ebenso wie Checklisten und Best Practice Anleitungen – noch wesentlich umfangreicher in einer solchen Publikation vorstellen könnte.

Die Lektüre empfehle ich all denjenigen, die sich für das Feld der Wirtschaftsmediation interessieren, sei es auf Unternehmensseite, sei es als (angehender) Mediator oder Mediatorin.

 

Ich danke dem Verlag für die kostenfreie Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars

4 Gedanken zu „Zeitschrift Die Wirtschaftsmediation

  1. Tolle Rezension. Ich kaufe mir mal ein Exemplar um mich selber darüber zu überzeugen.
    Gruß
    Wolfgang.

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