Pabstblog – garantiert ohne nervigen Adventskalender!

Ich mag es nicht mehr sehen! Kaum ein Onlineshop, kaum eine Facebookseite, kaum eine App und inzwischen auch kaum ein Blog scheinen mehr ohne einen Adventskalender auszukommen. Da gibt es jeden Tag ein supertolles Schnäppchen/Angebot/Geschenk/Preishammer/Gadget oder sonst was umsonst oder reduziert. Oft nur, wenn man sich vorher mit all seinen persönlichen Daten irgendwo angemeldet hat. Und natürlich nur, wenn man jeden Tag auf die entsprechende Seite klickt oder den Newsletter öffnet oder am besten beides tut.

Ich muss ja nicht mitmachen? Von wegen!

Selbstverständlich ist dieses seit dem neunzehnten Jahrhundert ach so innovative Ding namens Adventskalender hervorragend dazu geeignet, dass der Anbieter jeden Tag aufs Neue wie ein Brüllaffe dafür auf all seinen Social-Media-Kanälen werben muss. Und zwar nicht nur bei denen, die sich dafür angemeldet haben, sondern bei allen anderen, die seine Nachrichten im Allgemeinen erhalten. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Gewinnspiel freuen sich über ihre Teilnahme wiederum so sehr, dass sie das auch gleich twittern und posten müssen.

Es nervt!

Natürlich gehe ich davon aus, dass es sich bei den Betreibern der jeweiligen website jeweils um zutiefst christliche Unternehmerinnen und Unternehmer handelt. Diese wissen, dass ihre christlichen Kunden den Adventus Domini, also die Zeit zwischen Beginn des Kirchenjahrs und Ankunft des Herrn, feiern. Und dass sie diese Zeit nicht nur besinnlich verbringen möchten, sondern in froher Erwartung jeden Tag einen Superdeal machen wollen. Reine Nächstenliebe sozusagen.

Adventskalender helfen, die Zeit bis zur Ankunft des Herrn zu verkürzen
Beispiel für ein völlig sinnfreies Gewinnspiel, dessen Bezug zum Advent sich für mich ebensowenig erschließt, wie die grünen Wiesen im Dezember.

Für den Pabstblog böte es sich gerade zu an, endlich auch auf diesen Zug aufzuspringen: „Die 24 langweiligsten Fälle aus dem Versicherungsrecht“ oder „Die Höhepunkte eines Immobilienfondsvertrags – erklärt in 24 Tagen“, finden sich schon in meinem Entwurfsordner. Trotzdem verspreche ich: Kein Adventskalender im Pabstblog!

Wenn Ihnen das gefällt, bedanken Sie sich gerne mit einem tweet oder einer Empfehlung bei Facebook.

Ein Gedanke zu „Pabstblog – garantiert ohne nervigen Adventskalender!

Kommentar verfassen